Archive for the 'Communities' Category

Community-Stammtisch 2.0…das erste Treffen

Wednesday, December 5th, 2007

Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, eine Handvoll sehr netter und kompetenter Menschen kennenzulernen, die noch dazu in einer Branche arbeiten, die sich im allgemeinen noch nicht bewußt ist, überhaupt eine eigene Branche zu sein…

Der Stammtisch der Community Manager in Frankfurt hat also seinen Anfang genommen - endlich, möchte man sagen, denn der Austausch war wirklich interessant. Tom Noeding (als Iinitiator), Liga Roce, Dirk Songuer, Sascha A. Carlin und meine Wenigkeit (allesamt noch aus dem Umfeld der XING-Gruppe CM rekrutiert) bildeten eine kleine und sehr kommunikative Gruppe, der Impuls-Vortrag von Sascha Carlin zur neu gegründeten Initiative IOCMA tat sein übriges, um die Gespräche anzufeuern. Und da ich peinlicherweise immer noch nicht bei der IOCMA registriert war, habe ich das gleich vom Stammtisch via iPhone nachgeholt (wir sind uns glaube ich einig, daß ich mein neues Spielzeug noch möglichst oft erwähnen muß…hilft nix, da müssen wir halt durch…).

Fazit: Ich wünsche mir, daß sich der Community-Stammtisch etabliert und auf Dauer eine feine (und etwas größere) Runde, neue Impulse, interessante Diskussionen und informative Vorträge hervorbringt!

Der nächste Stammtisch ist am 12. Februar 2008, Bilder von gestern Abend gibt´s hier >>

Und: Wer sich berufen fühlt, die Mindmap der IOCMA mitzuentwickeln, der sei hiermit dazu aufgerufen. Reinklicken und mitmachen kann man hier: http://www.mindmeister.com/maps/show_public/3278504?password=iocma

IOCMA - Subscribe!

Monday, November 19th, 2007

Ganz schnelle Meldung zwischendurch: Bei der IOCMA tut sich was, man kann sich jetzt für die Mailinglist registrieren…nämlich genau hier >>

IOCMA - neue Initiative für Community Manager

Friday, November 9th, 2007

Sascha A. Carlin hat im CM-Forum bei XING gerade eine sehr interessante Sache veröffentlicht: Er hat heute die IOCMA gestartet, die “International Online Community Manager Association“. Hinter diesem zugegebenermaßen langen Begriff versteckt sich die lange überfällige Idee, endlich eine eigene Plattform für diejenigen zu schaffen, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Plattformen für andere zu schaffen…eine Community für die Communiteers also.

Die Idee ist Gold wert und ich bin sehr gespannt, wie´s weitergeht!

MyWhitelist.de: Beta-Phase beendet…

Wednesday, August 8th, 2007

Heute um 08:08 Uhr soll die Empfehlungsplattform MyWhitelist starten - raus aus Beta, rein ins volle virtuelle Leben. In den 4 Wochen seit den ersten Anfängen hat sich viel getan: Etwas über 300 User haben sich registriert, die Plattform wurde nach und nach um- und ausgebaut, so langsam ergibt sich ein rundes Bild. Interessant dabei ist vor allem das dabei stillschweigend zugrundeliegende Community-Verständnis: MyWhitelist wächst aus sich heraus, die meisten Tips kommen aus der Community selbst, die (angetrieben von der Lust am neuen) mit Feuereifer testet, probiert, kommuniziert und das Projekt vorantreibt. Der größte Vorteil von Betreiber und Ideenhaber Christof Hintze ist wohl, daß er eben nicht aus der mitunter so abgeklärten und sich um sich selbst drehenden Welt der professionellen “Community Maker” kommt, sondern schlicht eine Idee hatte und mit Druck an der Verwirklichung arbeitet. Nur mit Herzblut entstehen richtige Communities.

Ich sehe MyWhitelist nicht ganz so überschwenglich wie Christof Hintze (das ist aber auch seine heilige Pflicht…) und ich sehe XING nicht ganz so negativ wie er. Noch muß die Plattform ihren wahren Nutzen unter Beweis stellen, das Profil ein wenig schärfer herausarbeiten, auch an Struktur und Präsentation muß noch ein wenig gefeilt werden. Die kritische Masse wird nur durch schnelle Empfehlungsarbeit erreicht - und der größte Vorteil der Idee ist dabei das größte Hindernis der Verbreitung: Glücklicherweise halten sich die Benutzer tatsächlich an die Grundidee und empfehlen (soweit man das erkennen kann) nur, wen sie persönlich kennen und auch beurteilen können. Das ist gut, aber es behindert natürlich auch ein schnelles Wachstum. Solange rechtzeitig ein Grundmaß an Empfehlungsdynamik aufgebaut wird, läuft MWL aber nicht Gefahr, sich irgendwann nur noch um sich selbst zu drehen - und dann ist ein langsames Wachstum eben auch sehr gesund. Es ist keine grundsätzlich neue Idee, aber es ist eine andere Herangehensweise. Das gefällt - und es ist eine große Chance.

Spannend wird es, wenn die ersten 8 Wochen der Euphorie vorbei sind. Wenn die selige Zeit des Neuanfangs der Routine weicht. Wenn auch in dieser Community die ersten kleineren Gewitter wüteten. Wenn sich erste Diskussionen im Kreis drehen. Wie verhält sich die Kerngruppe? Wie groß ist der aktive Anteil? Wann wird die kritische Masse erreicht? Abstumpfung ist in einer Community völlig normal. Wellenbewegungen in Stimmung, Themenwahl, Aktivität sind voraussehbar. Der Knackpunkt ist wie immer der Umgang damit - sowohl von User- als auch von Betreiberseite.

Ich wünsche MyWhitelist viel Erfolg!

“My Whitelist” - neues Empfehlungstool

Monday, July 9th, 2007

Einen interessanten Ansatz verfolgt das neue Networking-Tool “My Whitelist“: Man vernetzt sich ausschließlich aufgrund rein emotionaler Gesichtspunkte. Wer “sich riechen” kann, wer grundsätzlich Sympathie empfindet, der empfiehlt einander - und suggeriert dem suchenden somit “wenn ich mit dem einen kann, dann vermutlich auch mit dem anderen”, gleich und gleich gesellt sich eben gern. Unabhängig von den üblichen Fragen, die man sich bei Eröffnung einer neuen Plattform stellt, finde ich die Grundidee durchaus packend. Vor allem aber respektiere ich den Ansatz der Entwicklung: Vor 2 Wochen hatte Gründer Christof Hintze die Idee, dann wurde ein wenig in einem XING-Forum darüber diskutiert, jetzt steht die Beta-Version. Klasse Leistung! Idee haben, umsetzen, schauen, was draus wird. So muß man das machen. Nur wer Gas gibt, kommt nach vorne…

Unabhängig davon, ob die Welt eine weitere Network-Plattform braucht: Der Grundgedanke ist zwar nicht neu, aber nett. Und ich bin sehr gespannt, wie die technische Umsetzung dieser sehr spezifischen Idee gerecht wird. Noch ist das ganze eher rudimentär, aber denkbare Ansätze gäbe es durchaus. Der Knackpunkt ist hier mehr als bei anderen Plattformen die kritische Masse an Mitgliedern: Wer sich bei der Vernetzung ausschließlich auf emotionale Aspekte verläßt, schränkt den Kreis an potentiellen Vernetzungspartnern deutlich ein. Das heißt natürlich auch, daß das Mitgliederwachstum mehr denn je an Empfehlungen gekoppelt ist.

Reinschauen lohnt sich: http://mywhitelist.de/mywl/

Social Network Fatigue

Wednesday, June 27th, 2007

“Web 2.0 User werden müde”…”den Social Networks gehen die Teilnehmer aus”, schreibt Tom Noeding in einem XING-Forum. Und dafür gibt es sogar schon (wie sollte es anders sein) einen Fachbegriff: Die “Social Network Fatigue” greift um sich. Hoffentlich ist das nicht ansteckend. Vielleicht sollten wir alle nur noch mit Handschuhen surfen.

Was ist dran an der Müdigkeit? Der steigenden Unlust, sich mit immer neuen Community-Ideen auseinanderzusetzen? Dem Unwillen, sich zum tausendsten Mal irgendwo zu registrieren - mit einem Login, das man sich ohnehin nicht mehr merkt?

Ich denke, es liegt vor allem daran, daß “die Branche” mittlerweile vornehmlich Lösungen präsentiert, für die man erst noch ein Problem finden muß. Sofern man all die neu aus dem Boden sprießenden Unternehmen überhaupt schon zur “Branche” zählen kann - vielfach ist es ja nur ein “schaun mer mal, vielleicht wirds ja was”.

Wir erleben bzgl. interaktiver Plattformen die gleiche inflationäre Entwicklung wie vorher zu Hauf in anderen Bereichen. So langsam wird es Zeit, sich nach einer neuen Sau umzuschauen, die wir durchs Dorf treiben können.

Überleben werden - und das ist beileibe keine Neuigkeit - die Plattformen, die echten (!) Nutzen bieten und konstant, seriös und flexibel arbeiten.

ABER: Das soll nicht heißen, daß man aufhören sollte, mit neuen Ideen um sich zu werfen. Ich plädiere im Gegenteil sogar dafür, so viel neue und im ersten Moment blöde Ideen aufs Papier zu werfen und auch umzusetzen. Wofür ich allerdings auch plädiere, ist ein realistischer Umgang damit, sowohl aus Sicht der jeweiligen Unternehmer als auch aus Sicht des Gesamtmarktes. Es bringt uns nicht voran, wenn neue Projekte in völlig übertriebenen Dimensionen gefördert werden, während bewährte und gut gemachte Plattformen langsam den Bach runtergehen, weil sie eben vielleicht keine neuartigen Spielereien bieten, die speziell in dieser Zielgruppe aber möglicherweise auch gar niemand vermißt.

Das Maß sollte eingehalten werden. Und derzeit sind “wir” eben völlig maßlos. Und mit jedem Hype, mit jedem “noch eins draufsetzen” stumpft der User weiter ab. Was den guten Ideen nicht gerade nützt.

So weit meine Gedanken zum Morgen,
nach dem ersten, aber noch vor dem zweiten Kaffee…

Wie viele Forenmitglieder braucht man…

Wednesday, May 23rd, 2007

…um eine Glühbirne zu wechseln?

Foren sind was tolles. Von der Zusammensetzung her nicht verschiedenen von jeder anderen realen oder virtuellen Gruppierung entwickelt sich hier aufgrund der spezifischen Gegebenheiten dennoch eine recht spezielle Kommunikation. Im Laufe der Moderation eines x-beliebigen Forums (bzw. Chat, Newsgroup oder wasauchimmer) trifft man natürlich immer und immer wieder auf die gleichen Mechanismen.

Ein Teil der nachfolgenden Liste geistert seit Jahren durchs Netz, der Rest entspringt meiner eigenen, lust- und leidvollen Erfahrung als Moderator. Und ich schwöre: Ich habe das alles schon mehr oder minder genau so erlebt…

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