Ein Fixing für das Fixingblog…
Sunday, January 7th, 2007Im Interview mit dem PR Blogger erläutert Christian Ulrich von Fischer im Juni 06 einiges zum Fixingblog (siehe auch hier). Das Interview zeigt deutlich: Die Ansätze waren gut, die Anfänge ebenso (mit immerhin 151 Einträgen im Blog). Schlußendlich war (oder kann man noch “ist” sagen? Erinnern wir uns: Der letzte Eintrag ist vom 21.11.06) das Blog jedoch nicht wirklich auf Interaktion ausgelegt, sondern von Anfang an von recht einseitiger Kommunikation geprägt. Es wurden Produkte, Theorien, Geschäftsverbindungen dargestellt und hier und da ein wenig Marketing eingestreut, jedoch wenig handfestes aus der Praxis berichtet. Die Reaktionen waren mehr als mau: Ein paar Kommentare, ein paar Trackbacks, mehr nicht. Wer sich die besprochenen Themen anschaut, wundert sich darüber nicht. Jedoch: Wenn man ein Blog schon nicht auf Interaktion auslegt, sondern als Basis aktueller Unternehmenspräsentation gebraucht, dann muß man auch Durchhaltevermögen zeigen. Und wenn man tatsächlich die Hoffnung hegt, einer der Leser möge den Eintrag kommentieren, dann sollte man auch die Stilrichtung ein wenig daraufhin ausrichten.
Ed Wohlfahrt (in der Tat! Allerdings hat mein Namensvetter das “h” woanders sitzen…), also Ed Wohlfahrt (Himmel, da verschreib´ ich mich natürlich dauernd), eben jener Ed Wohlf… sieht das anders >>. Er möchte das Blog nur ungern als Kommunikationselement sehen, das unter Druck regelmäßig gefüllt werden will. Das mag sicherlich für manche Blogs gelten, da möchte ich ihm garnicht widersprechen. Wenn man jedoch als Unternehmen antritt, um über ein Blog Information zu betreiben, dann kommt man um eine gewisse Regelmäßigkeit nun einmal nicht herum. Eine unkommentierte Pause von mehreren Monaten ist inakzeptabel und fällt entsprechend zurück.
Was Fischer betrifft, wäre das Unternehmen mit einem simplen redaktionellen Teil auf der Seite besser bedient gewesen. Es hätte zwar keinen medialen Wirbelwind gegeben, allerdings auch keinen ernüchternden Nachgeschmack. So nämlich stellt es sich für den geneigten Leser als große Blase dar, der schlußendlich langsam die Luft ausging.
Ob es an falschen Erwartungshaltungen lag, an der falschen Beratung, am fehlenden Verständnis - ich weiß es nicht. Ich würde mir aber wünschen, daß man entweder den Dampfer wieder auf Kurs bringt oder wenigstens die Meldung auf der Website entsprechend ändert…
Nachtrag vom 12. Januar 2007: Seit heute ist ein weiterer Eintrag online…geht´s weiter oder ist das nur ein letztes Zucken?
Nachtrag vom 28. Januar 2007: Wenn man sich nur ein bißchen umschaut, findet man (natürlich) reihenweise ähnliche Meldungen…wie z.B. Bernd Röthlingshöfer, der sich fragt “Wo sind die deutschen B-to-B-Blogs?”
Nachtrag vom 01. März 2007: Fischer hat die Notbremse gezogen und das Blog beendet. Sehr positiv dabei: Es wurde deutlich kommuniziert, eigene Fehler angesprochen und das Blog bleibt auch online. Respekt!