Archive for July, 2007

Tiefer Schmerz bekümmert meine Seele…Wut und Trauer kämpfen um Vorherrschaft!

Monday, July 23rd, 2007

Heute morgen entdeckte ich, wovor ich mich immer gefürchtet hatte. Der Schock sitzt tief, doch weicht die Trauer ob des Verlustes langsam einem heiligen Zorn auf den Verursacher. Es sind eben diese Verluste, die das Leben immer und immer wieder auf eine so harte Probe stellen.

Mein Strichachter wurde seines Sterns beraubt.

 

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Seit (nachgewiesen!) 31 Jahren thronte das Symbol unbestreitbarer automobiler Solidität auf dem Kühler dieses saharagelben Traums gutbürgerlicher Fortbewegung und trotzte jedweden Unbillen. Wind und Wetter und wahnwitzige Geschwindigkeiten weit jenseits der achtzig konnten ihm nichts anhaben, allenfalls eine leichte Patina zeigte den reichen Schatz an Erfahrungen. Was dieser Stern schon alles gesehen hat! Wem er alles schon gezeigt hat “Seht her, ihr jämmerlichen Sozialkarossen, schaut mein chromblitzendes Antlitz, ergötzt Euch an meiner Linienführung, neidet mir die mächtigen Kotflügel!”. Jetzt ist er gegangen. Geschändet auf die niederträchtigste Art und Weise. Beraubt seiner benzgegebenen Verbindung mit dem liebgewonnenen Kühlerdeckel.

Ich kann den Tathergang allenfalls erraten: Im Laufe der letzten Woche schlich sich wohl so ein kleiner, degenerierter $&%§)/% auf MEINEN Hof und verging sich in schändlichster Weise an MEINEM alten, rostigen, schmutzigen, ausgeblichenen und doch heiß und innig geliebten 76er W115. Im Schatten des Nachbarhauses nahm er den Stern in seine kleinen, schmutzigen §$%&griffel und…*schluchz*…brach ihn ab.

Die beiden W124 direkt daneben haben diesen kleinen §”$$%§& nicht die Bohne interessiert. Nein, die standen ja auch mit der Schnauze zum Haus. Nein, es mußte ja unbedingt der einzige Oldtimer auf dem Hof sein, dem man sowas antut. Weit entfernt von jeglichem Anschein des “Bonzentums” rostet dieses unschuldige Stück Blech so vor sich hin und wartet drauf, ab und zu in Sonntagslaune von mir bewegt zu werden. Und dann kommt so ein mickriger, kleiner…*grmpf*…

Man erlaube mir ein offenes Wort: Kollege…wenn ich Dich dabei erwischt hätte, wären wir sehr schnell ganz, ganz dicke Freunde geworden! Abgesehen davon, daß mich das Teil Geld kostet (MEIN Geld!), hängt einfach mein Herz an diesem Auto. Daß der Stern beim abbrechen kaputt gegangen ist, macht die ganze Aktion nur noch unnötiger. Freude an der Zerstörung kann es kaum sein, ist ja kein großer Akt und sicherlich nicht annähernd befriedigend. Klassenkampf scheidet wohl ebenfalls aus, bei der alten Möhre. Oder soll ich Dir mal den Unterschied zwischen einem nagelneuen Golf und einem dreissich Jahre alten Benz erklären? Wolltest nur mal fühlen, wie es “Knack” macht? Komm doch einfach mal unverbindlich vorbei, dann probiere ich das auch mal…

W115

Ich bitte, von Beileidsbeundungen keinesfalls abzusehen. Vielleicht lindert es den Schmerz ein wenig.

“My Whitelist” - neues Empfehlungstool

Monday, July 9th, 2007

Einen interessanten Ansatz verfolgt das neue Networking-Tool “My Whitelist“: Man vernetzt sich ausschließlich aufgrund rein emotionaler Gesichtspunkte. Wer “sich riechen” kann, wer grundsätzlich Sympathie empfindet, der empfiehlt einander - und suggeriert dem suchenden somit “wenn ich mit dem einen kann, dann vermutlich auch mit dem anderen”, gleich und gleich gesellt sich eben gern. Unabhängig von den üblichen Fragen, die man sich bei Eröffnung einer neuen Plattform stellt, finde ich die Grundidee durchaus packend. Vor allem aber respektiere ich den Ansatz der Entwicklung: Vor 2 Wochen hatte Gründer Christof Hintze die Idee, dann wurde ein wenig in einem XING-Forum darüber diskutiert, jetzt steht die Beta-Version. Klasse Leistung! Idee haben, umsetzen, schauen, was draus wird. So muß man das machen. Nur wer Gas gibt, kommt nach vorne…

Unabhängig davon, ob die Welt eine weitere Network-Plattform braucht: Der Grundgedanke ist zwar nicht neu, aber nett. Und ich bin sehr gespannt, wie die technische Umsetzung dieser sehr spezifischen Idee gerecht wird. Noch ist das ganze eher rudimentär, aber denkbare Ansätze gäbe es durchaus. Der Knackpunkt ist hier mehr als bei anderen Plattformen die kritische Masse an Mitgliedern: Wer sich bei der Vernetzung ausschließlich auf emotionale Aspekte verläßt, schränkt den Kreis an potentiellen Vernetzungspartnern deutlich ein. Das heißt natürlich auch, daß das Mitgliederwachstum mehr denn je an Empfehlungen gekoppelt ist.

Reinschauen lohnt sich: http://mywhitelist.de/mywl/