Archive for January, 2007

Geschäftsbriefe per Mail und die “Abmahnfalle”

Tuesday, January 30th, 2007

Seit Anfang des Jahres gilt eine neue Rechtslage zu geschäftlicher Korrespondenz - und hier gibt es eine kleine Ergänzung zum Blogeintrag vor ein paar Tagen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/84183

Slogans braucht die Welt!

Sunday, January 28th, 2007

“Knackige Werbeslogans können sich nur große Firmen leisten. Das hält Kleinunternehmer leider nicht vom Dichten ab.”, schreibt Frank Müller in der Süddeutschen in einem kleinen und mehr oder minder inhaltslosen Essay. Das erinnert mich allerdings sofort an meinen Lieblings-Slogan, der mir immerzu im Kopf herumschwirrt. Ein kleiner, sauber getexteter und schlagkräftig beschreibender Satz, der die Leistung des werbenden Unternehmens sonnenklar und fadengerade transportiert. Eine schöpferische Leistung, die in ihrer Brillianz ihresgleichen sucht und deren Wert für das Unternehmen nicht in Zahlen zu fassen ist. Nicht nur, daß ich eins ums andere Mal daran denken muß. Nein, es zaubert mir auch jedes Mal ein Lächeln aufs Gesicht. Positiver kann man Markenbildung kaum betreiben.

Lassen Sie sich dieses Glanzstück werbetextlicher Arbeit auf der Zunge zergehen:

“Von den Alpen bis ans Meer…
…Willi Huber Fernverkehr!”

Ich habe nie vergleichbares gehört.

 Willi Huber Fernverkehr

Pflichtangaben in E-Mails

Friday, January 19th, 2007

Seit Anfang des Jahres gilt das „Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister“ (EHUG), wonach gewerbliche E-Mails bestimmte Pflichtangaben enthalten müssen.

Betroffen sind ausschließlich gewerbliche E-Mails, nicht jedoch Mails von Freiberuflern oder Privatleuten.

Enthalten muß die Signatur im Endeffekt beinahe die gleichen Angaben wie das Impressum. Ein guter Zeitpunkt, auch das mal zu überprüfen…

Weitere Infos:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/84183
http://www.computerwoche.de/job_karriere/personal_management/586475/
http://217.160.60.235/BGBL/bgbl1f/bgbl106s2553.pdf

Lustigerweise wurde das EHUG verabschiedet, “Um das Recht zu entbürokratisieren”. Wenn man sich das Ergebnis anschaut, möchte man gerne auf diese Hilfe verzichten. Schon jetzt wird der Sinn und Zweck (und der große Vorteil) einer E-Mail mehr oder minder ad absurdum geführt. Überhaupt keinen Spaß macht das ganze, wenn man für die Akten auf Ausdrucke der Mails angewiesen ist…

Der Klamotten-King ist online!

Thursday, January 11th, 2007

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Nach der Submarke abi-klamotten.de ist seit gestern auch die Dachmarke online: Klamotten-King.de ist das zugehörige Shopsystem, in dem derzeit 800 Textilprodukte und Siebdrucke jedweder Spielart online geordert werden können. Herausragender USP ist dabei vor allem das einzigartige Produkt: Als einer der wenigen in der Branche liefert der Klamotten-King echten, vierfarbigen Raster-Siebdruck in hoher Auflösung - verbunden mit einem branchenweit unerreicht günstigen Preis und der Möglichkeit, auch Klein- und Kleinstmengen zu fertigen. Weitere Informationen zu Hintergrund, Konzept, Kommunikation und Software gibt es in den nächsten Tagen.

Ein Fixing für das Fixingblog…

Sunday, January 7th, 2007

Im Interview mit dem PR Blogger erläutert Christian Ulrich von Fischer im Juni 06 einiges zum Fixingblog (siehe auch hier). Das Interview zeigt deutlich: Die Ansätze waren gut, die Anfänge ebenso (mit immerhin 151 Einträgen im Blog). Schlußendlich war (oder kann man noch “ist” sagen? Erinnern wir uns: Der letzte Eintrag ist vom 21.11.06) das Blog jedoch nicht wirklich auf Interaktion ausgelegt, sondern von Anfang an von recht einseitiger Kommunikation geprägt. Es wurden Produkte, Theorien, Geschäftsverbindungen dargestellt und hier und da ein wenig Marketing eingestreut, jedoch wenig handfestes aus der Praxis berichtet. Die Reaktionen waren mehr als mau: Ein paar Kommentare, ein paar Trackbacks, mehr nicht. Wer sich die besprochenen Themen anschaut, wundert sich darüber nicht. Jedoch: Wenn man ein Blog schon nicht auf Interaktion auslegt, sondern als Basis aktueller Unternehmenspräsentation gebraucht, dann muß man auch Durchhaltevermögen zeigen. Und wenn man tatsächlich die Hoffnung hegt, einer der Leser möge den Eintrag kommentieren, dann sollte man auch die Stilrichtung ein wenig daraufhin ausrichten.

Ed Wohlfahrt (in der Tat! Allerdings hat mein Namensvetter das “h” woanders sitzen…), also Ed Wohlfahrt (Himmel, da verschreib´ ich mich natürlich dauernd), eben jener Ed Wohlf… sieht das anders >>. Er möchte das Blog nur ungern als Kommunikationselement sehen, das unter Druck regelmäßig gefüllt werden will. Das mag sicherlich für manche Blogs gelten, da möchte ich ihm garnicht widersprechen. Wenn man jedoch als Unternehmen antritt, um über ein Blog Information zu betreiben, dann kommt man um eine gewisse Regelmäßigkeit nun einmal nicht herum. Eine unkommentierte Pause von mehreren Monaten ist inakzeptabel und fällt entsprechend zurück.

Was Fischer betrifft, wäre das Unternehmen mit einem simplen redaktionellen Teil auf der Seite besser bedient gewesen. Es hätte zwar keinen medialen Wirbelwind gegeben, allerdings auch keinen ernüchternden Nachgeschmack. So nämlich stellt es sich für den geneigten Leser als große Blase dar, der schlußendlich langsam die Luft ausging.

Ob es an falschen Erwartungshaltungen lag, an der falschen Beratung, am fehlenden Verständnis - ich weiß es nicht. Ich würde mir aber wünschen, daß man entweder den Dampfer wieder auf Kurs bringt oder wenigstens die Meldung auf der Website entsprechend ändert…

Nachtrag vom 12. Januar 2007: Seit heute ist ein weiterer Eintrag online…geht´s weiter oder ist das nur ein letztes Zucken?

Nachtrag vom 28. Januar 2007: Wenn man sich nur ein bißchen umschaut, findet man (natürlich) reihenweise ähnliche Meldungen…wie z.B. Bernd Röthlingshöfer, der sich fragt “Wo sind die deutschen B-to-B-Blogs?”

Nachtrag vom 01. März 2007: Fischer hat die Notbremse gezogen und das Blog beendet. Sehr positiv dabei: Es wurde deutlich kommuniziert, eigene Fehler angesprochen und das Blog bleibt auch online. Respekt!

Otto…wo find´ ich die?

Sunday, January 7th, 2007

Wieder ein Business-Blog, das mit viel Trara aus der Taufe gehoben und kurz darauf klammheimlich wieder eingestampft wurde? Am 28. November schwang otto.de die große 2.0-Keule und launchte ein Blog. Nun ja, ein wirkliches Blog war es ja eigentlich nicht, aber es ging immerhin in die Richtung. Wie auch immer: Es ist augenscheinlich tot, zumindest nicht mehr erreichbar. Ohne Ankündigung, still und leise. Das verwirrt mich ein wenig. Sowohl bezüglich der Ziele des Projektes, als auch - und vor allem - bezüglich der Einstellung der Verantwortlichen und ihrer Arbeitsweise.

Nachdem auch Fischer im Fixingblog seit dem letzten Eintrag vom 21. November in andächtiger Stille verharrt, verstärkt sich die Ernüchterung über jene Art von ”Blog Professionals”. Auffällig ist, daß man allenthalben zum publicity-trächtigen Burn Out neigt, dann aber die Gänge nicht findet und schlußendlich auch nur einfach vom Gas geht, statt gleich in die Eisen zu steigen. Sprich: Größtenteils ist man wohl einfach zu feige, das Ende eines solchen Projektes auch bekannt zu geben. Statt dessen schwebt das ganze scheintot in der Zwischenwelt und in den verantwortlichen Etagen wird auf den schleichenden Prozeß des Vergessens gehofft. Leute, auch das ist Kommunikation! Allerdings eher eine unschöne. Wer mit viel Tamtam eine Sache anstößt, sollte auch klipp und klar deren Ende kommunizieren können - und wenn möglich, vielleicht auch mal einen Grund dazu angeben. All die guten Ansätze, all die kommunikative Power und nicht zuletzt auch der monetäre Einsatz…all das geht nicht nur klammheimlich den Bach runter, es zieht auch noch die mühsam aufgebaute positive Energie mit sich. Und schlußendlich versemmelt man auch noch die (durchaus gegebene!) Chance, aus einem klaren Schlußstrich kommunikativen Nutzen zu ziehen.

Wer eine solche Sache einfach einschlafen läßt, zeigt dem Nutzer vor allem eines sehr offensichtlich: Daß er ihn nicht ernst nimmt. Mit großem Aufwand wird dem anonymen potentiellen Interessenten etwas schmackhaft gemacht - und sobald er sich aus der Anonymität herauswagt und dieses Angebot nutzt, läßt man ihn alleine und ohne Erklärung im Regen stehen. Das macht unglaubwürdig. In höchstem Maße.

Sollte das Otto-Blog jedoch nur auf den Betrieb in der Vorweihnachtszeit ausgelegt gewesen sein, nehme ich natürlich alles sofort zurück… ;-)